In diesem Blog geht es darum, welche Voraussetzungen eine Vertriebsführungskraft leisten muss, um ihre Vertriebsmitarbeiter (w/m) in den verkäuferischen Fähigkeiten professionell zu entwickeln. Damit werden auch die Ursachen klar, warum es in der Berufspraxis Vertriebsleitungen kaum gelingt, Vertriebsmitarbeiter erfolgreich zu entwickeln. Unten stehen auch Kriterien, wie eine gute Lernkultur und damit eine erfolgreiche Entwicklung von Vertriebsmitarbeitern gelingen kann. Fast immer bietet sich ein regelmässiges Coaching der Führungskraft und des Vertriebs an. Wenn Sie eine Lösung dafür suchen, dann klicken Sie hier.
Der beste Verkäufer ist nicht zwangsläufig die beste Führungskraft
Den besten Verkäufer zur Vertriebsführungskraft zu machen, ist häufig so fatal, wie den besten Fachmann oder die beste Fachfrau zur Führungskraft zu machen. Menschenführung ist etwas anderers als Sachaufgaben zu bewältigen. Sie ist viel komplexer und hat überwiegend mit Fähigkeiten der sozialen und emotionalen Intelligenz zu tun als mit analytischen Fachverstand. Diese Fähigkeiten werden weder in der Schule, noch an der Universität noch in der Berufsausbildung vermittelt.
Nun könnte man einwenden, dass erfolgreiche Verkäufer über ein Höchstmaß an sozialer und emotionaler Intelligenz verfügen sollten, sonst würden sie ja nicht Kunden für sich gewinnen, die Vertrauen zum Verkäufer haben und ein Geschäft abschließen. Es ist jedoch ein Unterschied, ob ich eine Fähigkeit für mich selber kann oder ob ich sie anderen vermitteln muss. Der beste Fußballspieler ist auch nicht zwangsläufig der beste Trainer.
Die Anforderungen an eine Vertriebsführung verändern sich dramatisch
In der Vertriebsleitung kommt es heute mehr denn je darauf an, Menschen zu entwicklen. Vertriebsorganisationen bekommen in aller Regel heute immer weniger gut ausgebildete Verkäufer (w/m) vom Arbeitsmarkt. Selbst wenn ein Verkäufer (w/m) in einem Unternehmen erfolgreich ist, heißt dies noch lange nicht, dass er in einem anderen Unternehmen erfolgreich sein wird, weil die Unternehmen sich in ihren Vertriebsstrategien und Vertriebskulturen zu sehr unterscheiden können.
Für eine Vertriebsleitung und dem Unternehmen sind Fehler in der Einstellung von Verkäufern (w/m) fast immer mit hohen Kosten und Zeitverlusten verbunden. Die Entwicklung von Mitarbeitern ist somit im Vertrieb dort ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, wo der Verkauf People Business ist. Verantwortlich für die Entwicklung der Vertriebsmitarbeiter ist die Vertriebsleitung.
Nach meinen Erfahrungen gelingt die Entwicklung von Vertriebsmitarbeitern in der Vertriebspraxis kaum. Im Kern ist es eine Lernkultur, die weder in der Wirtschaft noch in den schulischen wie beruflichen Ausbildungssystemen etabliert ist.
Die Gründe für ein Scheitern von Mitarbeiterentwicklung liegen sowohl auf der Seite des Unternehmens wie auf der Seite der Vertriebsmitarbeiter wie sie in Bild 1 dargestellt sind und treffen für beide Seiten oder getrennt zu (kein Anspruch auf Vollständigkeit).
Bild 1: Gründe des Scheiterns
Aus den o.g. Fehlern kann man nun im Umkehrschluss die Voraussetzungen beschreiben, die nötig sind, um eine entsprechende Lernkultur und eine gute Entwicklung von verkäuferischen Fähigkeiten einzuleiten:
- Ein gemeinsames Verständnis, was nachvollziehbar und beobachtbar gute Verkäufer erfolgreich macht.
- Die Vertriebsleitung ist in der Lage, ihren Mitarbeitern umsetzbares und beobachtbares Verhalten zu vermitteln.
- Sie beherrschen ein ressourcenorientiertes Feed-Back in regelmässigen Coachinggesprächen, das dem Betroffenen umsetzbare Lösungen vermittelt.
- Setzt der Mitarbeiter diese Lösungsvorschläge der Vertriebsführungskraft um, erlebt er damit nachweisbare Erfolge und kann sie mit dem Coaching in Verbindung bringen.
- Es entsteht Vertrauen und Zuversicht in die Vertriebsführungskraft und die Mitarbeiter sind durch die Erfolge motiviert, selbstständig weiter zu machen.
- Dem Mitarbeiter wird genügend Zeit für das Einüben der Verhaltensweisen gegeben.
- Die Vertriebsführungskraft genießt Vertrauen bei seinen Mitarbeitern, weil sie dem Mitarbeiter erfolgreiche Lösungen vermittelt und sich für sie auch im menschlichen Sinne verantwortlich fühlt.
- Vertriebsmitarbeiter verstehen Verkauf als Profession und wissen, dass nur Thekenmannschaften nicht trainieren und das die Improvisation nach dem Können kommt. Vor dem Können ist sie Pfusch und eine Verschleierung von Unprofessionalität.
- Die Mitarbeiter suchen einen regelmässigen Abgleich zwischen Selbst- und Fremdbild und haben wegen des ressourcenorientierten Feed-Backs auch Vertrauen in den Mehrwert der Rückmeldung.
- Vertriebler können mit Druck und Streß sehr gut umgehen und verlieren ihre soziale und emotionale Kompetenz nicht in den Kundengesprächen
- Sie verstehen Lernen als einen kontinuierlichen Prozess mit drei Tugenden: Achtsamkeit, Disziplin und Mut.
- Sie gehen achtsam mit sich um und nehmen achtsam wahr, was der Kunden will und was sie beim Kunden bewirken.
- Sie setzen diszipliniert das um, was sie sich vorgenommen haben und verfallen in keine unprofessionelle Hudelei.
- Sie haben den Mut auch mal was Neues anzuprobieren oder wenn es etwas einmal nicht geklappt hat, es wieder zu probieren.
Fazit
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Insgesamt sind die personellen und organisationellen Voraussetzungen der Mitarbeiterentwicklung im Vertrieb anspruchsvoll und kaum in der Vertriebspraxis gegeben. Gleichzeitig ist die Notwendigkeit zur Professionaliserung des Vertriebs vorhanden. Es wird vom Vertrieb erwartet, dass sich etwas verändert ohne, dass es bei der Unternehmensführung ein Bewußtsein über die notwendigen Voraussetzungen dafür gibt. Auch für eine Unternehmensführung gilt: Was Menschen nicht denken können, dass gibt es nicht und was es nicht gibt, dazu kann man sich auch nicht verhalten oder verbessern. |







